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ÜBERBLICK 

Vagusonar-Therapie

Die vagusonare Idee entstand nicht in einem Therapieraum.

Sie entstand im klassischen Gesangsunterricht.

Über mehr als drei Jahrzehnte begegneten mir dort immer  wieder körperliche und emotionale Reaktionen, die weit über  Fragen von Klang, Technik oder Ausdruck hinausreichten.             

Aus diesen Beobachtungen entstand eine Frage:

Was geschieht im Menschen, wenn der klassische Gesangsansatz nicht nur als künstlerische Technik, sondern als bio-neurales Geschehen verstanden wird?

Vagusonar geht dieser Frage nach.

Im Mittelpunkt steht nicht das Erlernen einer neuen Gesangstechnik.

 

Im Mittelpunkt steht der klassische Gesangsansatz selbst.​ Traditionell dient er vor allem der künstlerischen Entwicklung der Stimme. Die vagusonare Perspektive erweitert diesen Blick: Sie richtet die Aufmerksamkeit zusätzlich auf das Zusammenspiel von Körper, Wahrnehmung und autonomem Nervensystem.

Dabei geht es nicht darum, klassisch singen zu können. Der klassische Gesangsansatz dient hier als körperliche Grundlage - nicht als künstlerische Voraussetzung.
Vagusonar richtet sich deshalb an alle Menschen, unabhängig von ihrer stimmlichen oder musikalischen Erfahrung.

Der Körper verfügt über fein aufeinander abgestimmte Regulations- und Reflexprozesse. Die vagusonare Perspektive lädt dazu ein, diese natürlichen Zusammenhänge nicht zu ersetzen oder zu kontrollieren, sondern bewusster wahrzunehmen und ihnen Raum zu geben.

Der Klang entsteht nicht gegen den Körper.

Er entsteht mit ihm.

So kann die Stimme zu einem Erfahrungsraum werden, in dem sich Körperwahrnehmung, Ausdruck und innere Regulation gegenseitig unterstützen.

 

Die Stimme wird tragfähiger.

Der Mensch wird tragfähiger.

 

Vagusonar versteht sich deshalb nicht als Ersatz therapeutischer oder medizinischer Verfahren.

Es versteht sich als eine neue Perspektive auf den klassischen
Gesangsansatz - entstanden aus jahrzehntelanger
Beobachtung und Erfahrung.

 

wehendes Seidentuch
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