ÜBERBLICK
Musiktherapie
Die menschliche Stimme gehört zu unseren ursprünglichsten Ausdrucksmöglichkeiten.
Sie begleitet uns von der ersten Lebensminute an - lange bevor wir Worte finden. Dennoch spielt sie innerhalb musiktherapeutischer Ansätze bis heute eine vergleichsweise untergeordnete Rolle.
Dabei kann die Stimme weit mehr sein als ein musikalisches Ausdrucksmittel.
Sie ist Begegnung.
Sie ist Ressource.
Und sie macht hörbar, was sich oft noch nicht in Worte fassen lässt.
Genau hier setzt die vagusonare Perspektive an.
Sie betrachtet den klassischen Gesangsansatz nicht in erster Linie als künstlerische Disziplin, sondern als körperlichen Zugang zur Stimme. Dabei geht es nicht darum, klassisch singen zu können. Entscheidend ist die Art und Weise, wie Klang im Körper entsteht, sich entfaltet und dabei wahrgenommen wird.
In den vergangenen Jahren ist das Interesse an Summen, Tönen, Atmung und dem Vagusnerv deutlich gewachsen. Auch innerhalb der Musiktherapie rücken körperorientierte Ansätze zunehmend in den Mittelpunkt.
Vagusonar versteht sich als ergänzende Idee. Sie verbindet Beobachtungen aus der klassischen Gesangspädagogik mit aktuellen Erkenntnissen körper- und erlebnisorientierter Therapieverfahren.
So kann die Stimme zur Brücke werden - zwischen Körperwahrnehmung, musikalischem Ausdruck und therapeutischer Begleitung.
Frei von stimmlicher Bewertung entsteht ein Erfahrungsraum, der Menschen mit und ohne Gesangserfahrung offensteht und den Dialog zwischen klassischer Gesangspädagogik, Musiktherapie und weiteren körperorientierten Fachrichtungen miteinander ins Gespräch bringt.
